Das Yasuní-Bündnis zur Rettung des von der Erdölförderung bedrohten Nationalparks im amazonischen Tiefland in Ecuador - zu dem auch der BUND in Hannover gehörte - hatte in 2013 eine Delegation junger VertreterInnen verschiedener indigener Gemeinden aus Ecuador in Hannover im Rahmen einer Rundreise zu Besuch. Sie wurden vom Filmemacher Siegmund Thies begleitet, der in Ecuador lebt und arbeitet. Sie haben über die Situation in ihrer amazonischen Heimat berichtet, wo sie durch die Erdölförderung akut in ihren Stammesgebieten bedroht sind, in denen sie bislang in Harmonie mit der Natur gelebt haben und den Regenwald nachhaltig nutzen ohne ihn zu verstören. Es werden und wurden durch den Staat Ecuador Förderlizenzen an Erdölkonzerne (südamerikanische und asiatische) vergeben, denn nach Bergrecht gehört alles unter der Erde dem Staat, auch wenn es sich um das Land der jeweiligen indigenen Völker handelt und dies auch durch Besitzurkunden verbrieft ist.
Die ehemalige Yasuni-Initiative Ecudors, die auch vom Präsidenten Correa unterstützt wurde, ist gescheitert, denn es ist auf internationaler Ebene - insbesondere der reichen Industriestaaten, die mit Abstand den höchsten Verbrauch an fossilen Rohstoffen verbrauchen - nicht genug Geld zusammen getragen worden, um dem Land einen Ausgleich für den Verzicht auf Erdölförderung zu zahlen. Das Geld sollte in alternative Energie- und Sozial- und Naturschutzprojekte in der Region Yasuni fliessen.
Ein Interview mit Siegmund Thies ist hier als download zum Lesen.